Anzeichen von Aufmerksamkeitsstörungen, ADS, ADHS

Das Erscheinungsbild von Aufmerksamkeitsstörungen ist sehr vielfältig und reicht vom allgemein bekannten „Zappel-Philipp“ bis zum zerstreuten Professor. Kinder mit ADS sind auffallend unkonzentriert. Alle Umgebungsbedingungen, die unüberschaubar, unstrukturiert und chaotisch sind, können bei Kindern auslösend bzw. verstärkend hinsichtlich ADS wirken.

„Reizüberflutung“ im Gehirn stehen oft im Vordergrund. Durch diese „Reizüberflutung“ sind die Kinder dauernd „überreizt“ und damit an der Grenze ihrer Kraft. Aus diesem Stress ergibt sich eine geringe Frustrationstoleranz mit starken Stimmungsschwankungen.

Viele dieser Kinder
  • sind leicht ablenkbar
  • hören nicht zu, wenn sie angesprochen werden
  • haben wenig Ausdauer bei Arbeit und Spiel
  • fangen alles an und bringen nichts zu Ende
  • haben Schwierigkeiten, Anweisungen zu befolgen
  • machen viele Flüchtigkeitsfehler bei Schularbeiten
  • können Hausaufgaben nicht in angemessener Zeit erledigen ("tägliches Drama bei den Hausaufgaben")
  • haben Probleme beim Organisieren von Aufgaben und Aktivitäten
  • sind oft vergesslich; verlieren häufig Sachen, die für Aufgaben und Aktivitäten benötigt werden.

Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung haben häufiger als andere Kinder Teilleistungsschwächen. Eine Lese-Rechtschreibschwäche und/oder Rechenschwäche verkompliziert die schulische Situation. Die Störung der Aufmerksamkeit und der Informationsverarbeitung kann zu einer Beeinträchtigung von Gedächtnis und Lernen führen. Lernprobleme sind oftmals Anlass für Schulwechsel und auch Klassenwiederholungen.